D

Der Weg zum AXOR Klassiker

Teil 3/4 – AXOR Interview

Welches Produkt von AXOR ist nach Ihrer Meinung ein echter Klassiker?

Michael Kiolbassa: Also es fallen mir mindestens zwei Produkte ein, bei denen mir das immer wieder gesagt wurde – und dass egal, wo ich war. Das eine ist die Kollektion AXOR Starck, die wir 1993 auf den Markt gebracht haben. Damals war die Armatur in ein ganzes Bad integriert, dass wir mit Duravit und Hoesch realisiert haben. Das alles war sehr außergewöhnlich und auch die Form der Armatur gab es damals noch nicht. Nach der Präsentation der Armatur hieß es zunächst, dass diese doch gar keinen Absatz finden würde. Und genau diese Armatur hat sich schließlich zum Klassiker entwickelt. – und das bereits seit 27 Jahren. Das liegt daran, dass es uns gelungen ist, zusammen mit Philipp Starck eine zeitlose Armatur zu schaffen. Das ist etwas, was wir immer anstreben. Wir haben die Armatur immer mal wieder ein wenig modifiziert und ein bisschen schlanker gemacht. Der zweite Klassiker ist AXOR Citterio aus dem Jahr 2003. Auch die Armatur ist sehr gut angekommen und da sagen viele Badplaner, Architekten und Innenarchitekten: Das ist ein Klassiker.

AXOR Starck

Ich frage mich immer: Warum ist das so wichtig? Für den Endverbraucher spielt das eine entscheidende Rolle. Das Badezimmer renoviert man so alle 12 bis 15 Jahre im Schnitt. Und wenn jemand nach zehn Jahren am Morgen oder Abend in sein Bad kommt und denkt sich: „Mensch, klasse. Das gefällt mir heute noch. Da habe ich damals die richtige Wahl getroffen.“ Dann ist es genau das, was wir bei AXOR beabsichtigen. Wir machen kein kurzzeitiges Modedesign oder irgendwelche schicken Neuerungen, die nach drei Jahren wieder out sind. Sondern wir versuchen schon Dinge zu kreieren, die dem Kunden auch nach acht, zehn oder zwölf Jahren gefallen – und dann wird es zum Klassiker.  

AXOR Citterio

Wie schnell finden neue Produkte Anklang?

Michael Kiolbassa: Wir haben festgestellt, dass die erste Reaktion auf unsere neuen Produkte von Neugierde geprägt ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein gewisser Teil der Kunden sagt: „Das, finde ich klasse, brauche ich unbedingt.“ Aber es gibt auch viele, die es zwar interessant finden, für die Entscheidung für das Produkt jedoch länger brauchen. Dann schauen sie es sich nochmal an, hören vielleicht die Geschichte dazu und deswegen braucht es ein bisschen Zeit. Und das finden wir auch gut so. Denn wenn alle ein AXOR Produkt sofort wunderbar finden würden, dann wären wir damit nicht mehr so zufrieden. Vielleicht finden es dann alle in einem Jahr schon nicht mehr so gut. Aber dadurch, dass wir im Design außergewöhnliche Dinge versuchen, dauerts ein bisschen länger bis es am Markt ankommt – aber dafür bleibt es dann auch viel länger im Markt.

AXOR auf der ISH 2019

Wir schätzen vor allem die Offenheit, die wir von Anfang an von Handwerkern, Innenarchitekten und Badplanern bekommen. Das ist immer eine große Herausforderung. Da freuen wir uns immer über das positive, offene Feedback, vor allem wenn wir alle zwei Jahre unsere Neuerungen auf der ISH vorstellen und Besucher durch unsere Ausstellung durchführen können.

KategorienAxor