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Badgestaltung für die Kleinsten: Das Kinderbad

Was sich in den USA längst etabliert hat, wird nun auch bei uns zum Trend: das Kinderbad. Immer mehr Familien planen beim Hausbau ein eigenes Badezimmer speziell für den Nachwuchs mit ein. Doch lohnt sich ein Badezimmer für Kinder auch langfristig? Und was sollte man bei der Einrichtung beachten? Wir geben euch Tipps für das perfekte Badezimmer für eure Kleinen.


Was spricht für ein Kinderbad?

Zunächst ist ein Kinderbad natürlich nur dann eine Option, wenn es im Haus genügend Platz für ein zweites Badezimmer gibt. Sollte dies der Fall sein, kann ein Kinderbad die perfekte Lösung für eure Familie sein. Gerade morgens, wenn alle zur gleichen Zeit aus dem Haus müssen, kommt es im Badezimmer schnell zum Stau. Mit einem zusätzlichen Kinderbad können sich Groß und Klein in aller Ruhe für den Tag fertigmachen.

Doch ein Badezimmer speziell für die jüngeren Hausbewohner entlastet nicht nur das Familienleben. Es fördert auch die Selbstständigkeit der Kinder, wenn sie die tägliche Körperpflege allein bewältigen dürfen. Diese Eigenständigkeit im Bad empfinden die Kleinen als Erfolgserlebnis, das wiederum ihr Selbstbewusstsein steigert. So macht die ein oder andere lästige Pflicht plötzlich sogar Spaß.

Und noch etwas spricht für ein Kinderbad: Wenn ihr euch dafür entscheidet, bedeutet dies im Umkehrschluss natürlich auch, dass es ein Elternbad gibt. Dies kann zu eurer persönlichen Ruheoase werden – ganz ohne buntes Wasserspielzeug am Wannenrand und lustige Seifenspender am Waschtisch.

Sicherheit steht an erster Stelle

Gerade, wenn die Kinder das Badezimmer alleine nutzen sollen, müssen einige Vorkehrungen getroffen werden, damit das Bad nicht zur Gefahrenquelle wird. Achtet bei der Auswahl der Fliesen darauf, dass diese rutschfest sind. Ein zusätzlicher Teppich sorgt dafür, dass auch bei nassen Kinderfüßen keine Rutschgefahr besteht. Wie bei allen anderen Räumen im Haus sollten natürlich auch im Bad die Steckdosen gesichert und die Badmöbel nicht scharfkantig sein.

Um die Kinder in der Dusche oder Badewanne vor Verbrühungen zu bewahren, eignen sich vor allem Thermostate, da diese für eine konstante Wassertemperatur sorgen. Eine zusätzliche Sicherheitssperre ab einer bestimmten Temperatur bewirkt zudem, dass das Wasser nicht zu heiß aus der Armatur strömt.

Am Waschtisch sind Armaturen mit einem Infrarotsensor eine gute Lösung. Hier fließt das Wasser automatisch, sobald das Kind die Hand darunter hält. Entfernt sich die Hand vom Sensor, stoppt der Wasserfluss. Ein weiterer Vorteil berührungsloser Armaturen ist zudem, dass die Wassertemperatur voreingestellt wird, sodass auch hier zu heißes Wasser vermieden wird. Armaturen mit Infrarotsensor erhaltet ihr beispielsweise von Hansa, KEUCO oder Gessi.

Badplanung mit Weitblick

Extra niedrig hängende Waschtische oder WCs wie in der Kita scheinen auf den ersten Blick auch für das Kinderbad zu Hause eine gute Idee zu sein. Kinder wachsen jedoch schnell und so müsstet ihr alle paar Monate die Badeinrichtung erneuern – das ist nicht nur aufwendig und teuer, sondern vor allem wenig nachhaltig. Einfache Lösungen wie ein Tritthocker am Waschtisch oder ein Aufsatz für das WC sind bereits ausreichend, damit Kinder das Badezimmer problemlos nutzen können. Auch ein Toilettendeckel mit Absenkautomatik ist im Kinderbad Gold wert, damit sich die Kleinen nicht ihre Finger einklemmen.

Handtuchhaken und Handtuchhalter sollten in Kinderhöhe angebracht werden, damit Handtücher problemlos zu erreichen sind. Damit ihr euch nicht über Bohrlöcher ärgert, sobald die Kinder größer sind, eignen sich Handtuchhalter oder Haken zum Aufkleben. Diese findet ihr unter anderem bei KEUCO oder emco.

Mehr Spaß im Kinderbad

Um das Badezimmer so zu verschönern, dass sich eure Kinder dort gerne aufhalten, dienen farbenfrohe Accessoires. Mit Fliesenaufklebern könnt ihr zum Beispiel die Wände ganz nach dem Geschmack eurer Kinder gestalten. Sollte sich dieser im Laufe der Zeit ändern, könnt ihr die Aufkleber ganz einfach wieder entfernen. Auch Badaccessoires wie Handtücher, Badematten oder Seifenspender könnt ihr in der Lieblingsfarbe eurer Kleinen auswählen.

Für mehr Spaß beim Duschen oder Baden sorgen die kindgerechten Brauseköpfe in Tierform von hansgrohe. Die Kinderhandbrausen der Serie Jocolino gibt es als Löwe, Zebra oder Krokodil mit lustigen Wackelaugen. 

Lohnt sich ein Kinderbad auch langfristig?

Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was aus dem Kinderbad wird, wenn die Kleinen groß geworden sind und nicht mehr Zuhause wohnen. Wenn es so weit ist, könnt ihr das zusätzliche Badezimmer für Gäste bereithalten. Das Elternbad bleibt so eure persönliche Ruheoase.